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Mittwoch, 30. Oktober 2013

Watch out, Canada!

... so lautet der eigene Blog von Elna Schmidt, die gerade ein Schuljahr in Kanada, genauer gesagt in British Columbia, verbringt. Von dort aus berichtet sie regelmäßig über ihr "neues Leben" im Land der endlosen Seen und Wälder.

Hier ein kleiner Auszug aus ihrem eigenen Blog:

Hallo Leute :)

Mein Name ist Elna und ich bin 15 Jahre alt. Am 23. August fliege ich für zehn Monate nach Kanada. Diese zehn schönen Monate werde ich in Prince George, einer (für meine Verhältnisse) großen Stadt, verbringen. Meine Schule ist die PGSS (PGSS is the place to be!) und schon bald werde ich dort mächtig meine grauen Zellen anstrengen müssen.

11. September 2013
Als ich in Kanada ankam fielen mir sofort einige Sachen auf, die es in Deutschland nicht gibt. Anderes ist mir erst später aufgefallen.

5 Dinge, die wir in Deutschland nicht kennen

1. Man kauft Milch hier auf keinen Fall in Tetra Packs. NEIN! Man kauft sie in viereinhalb Liter CONTAINERN! Ungelogen, wirklich krass und man will nur ein bisschen Milch in seine Cornflakes haben und schwupps! ein Milchtsunami!

2. Die Toiletten hier sind sooooo merkwürdig. Während meines Aufenthalts im Vancouver Airport musste ich selbstverständlich mal aufs Klo und ich bin in jede Kabine rein und ich dachte die wären alle verstopft. Die Frau, nach mir kam hat mich leicht komisch angeguckt als ich ihr gesagt habe, dass alle verstopft sind aber es dann keine war. Die benutzen viel mehr Wasser als wir.

3. Tim Hortons! Der beste Coffee Shop der Welt *____*

4. Deckenventilatoren mit integrierter Lampe.

5. Costco! Stellt euch Famila vor, nur dreimal größer und man kann da alles nur in riesigen Mengen kaufen. Das ist meistens günstiger als in Supermärkten einzukaufen.

30. September 2013
Also mir geht es ziemlich gut hier :) so langsam fühle ich mich hier schon mehr zuhause, aber eins weiß ich jetzt schon:

Ich will nicht wieder zurück auf meine deutsche Schule. Die Lehrer sind hier einfach alle mega freundlich und im Allgemeinen ist hier jeder so richtig hilfsbereit. Der School Spirit macht meinen Aufenthalt hier aus und der fehlt einfach so sehr in Deutschland. Und die Zeit rennt hier so! Ich werde jetzt teilweise schon total depressiv, wenn ich daran denke wieder in Deutschland zur Schule gehen zu müssen haha. Naja, wenigstens warten da meine ganzen Knalltütenfreunde auf mich. Also, das hoff ich jedenfalls! :D





Dienstag, 5. Februar 2013

DFSR- Austauschschüler nehmen an Stopover-Programm in Singapur teil



Im Januar 2013 nahmen 12 unserer DFSR-Austauschschüler am Stopover-Programm in Singapur teil, wo sie von unserem Partner Xu Bo Singapore herzlich begrüßt und betreut wurden. Das Programm ist für unsere Schüler, die ein ganzes Austauschjahr in Australien oder Neuseeland verbringen werden, konzipiert. Im Rahmen des Stopover-Programmes hatten unsere Austauschschüler somit die Gelegenheit, Singapur vier Tage lang hautnah zu erleben.
Unsere Schüler wurden in einem Hotel in der Nähe des Strandes untergebracht. In den Morgenstunden stand meist Jogging, Schwimmen und Spazieren gehen auf dem Programm. Am ersten Tag wurde unseren Schülern die Gelegenheit gegeben, die Innenstadt Singapurs zu erforschen, wodurch sie die einzigartige Kultur des Landes kennenlernen durften. Diese ist stark von chinesischen, indischen aber auch malaysischen Einflüssen geprägt. Während des viertägigen Aufenthaltes konnten unsere Schüler auch einiges über die Geschichte und das Alltagsleben Singapurs lernen, was ihnen vor allem durch den kulturellen Austausch mit Einheimischen näher gebracht wurde. Eine der interessantesten Veranstaltungen war sicherlich der Freiwilligendienst, weil unsere Austauschschüler an einer Präsentation zum Thema “Wildtierschutz“ teilnahmen, welche aufgrund der gezeigten Bilder großen Einfluss auf die Schüler hatte. Ursprünglich war für den Nachmittag der Besuch einer Elefantenshow in Singapurs Zoo und einer Delphinshow in Sentosa geplant. Jedoch sträubte sich ein Großteil der Schüler dagegen, da ihnen durch die Präsentation bewusst wurde, wie Wildtierhaltung heutzutage vollzogen wird. Sowohl DFSR als auch Xu Bo Singapore spendeten jeweils 500 Singapur Dollar für die Veranstaltung, um diese Arbeit auch weiterhin zu unterstützen. Als Dankeschön für die Teilnahme an dieser Veranstaltung wurde jedem Austauschschüler ein T-Shirt geschenkt.
Den letzten Tag verbrachten die Schüler damit, den Strand und die Sonne zu genießen. Während des gesamten Programms hatten unsere Schüler die Möglichkeit, verschiedene singapurianische Gerichte wie zum Beispiel Satay, Hai Nan Chicken Wing, Meeresfrüchte, Steamboat (Feuertopf) und Pizza zu probieren. Diese Erfahrung machte unseren Schülern deutlich, dass sich die singapurianische Küche durch die ethnische Vielfalt der unterschiedlichen Kulturen Singapurs auszeichnet.
Die Schüler berichteten, dass ihnen dieses Programm sehr gut gefallen hat, da sie sich dadurch für die bevorstehende, zehnstündige Reise nach Neuseeland oder Australien gut erholen konnten. Außerdem half dieser Aufenthalt den Schülern dabei, sich an die Hitze zu gewöhnen und einiges über Singapur selbst zu lernen.


Das Stadtzentrum Singapurs
                                                         




Die Unterkunft unserer DFSR Schüler
                                                




Chinesischer Tempel in Singapur
                                                         




Schüler folgen einer Präsentation zum Thema "Wildtierschutz"
                                                       




Am Zoo in Singapur
                                                                   



                                                 

Moschee in Singapur
                                                             




Frau Scupin bekommt ein Henna Tatoo
                                                       



Blick auf das Stadtzentrum
                                                               





Gruppenfoto am Changi Flughafen
                                                          





China Town
                                                                      





Henna hautnah






Gruppenfoto Marina Bay Sands
                                                       












Freitag, 4. Januar 2013

Weihnachtszeit in Kanada - Neues von unserer Stipendiatin Carla





Die Weihnachtszeit in Kanada zu erleben war anders, interessant und einfach schön. Im vergangenen Monat habe ich vieles erreicht und vorallem das Skifahren richtig gelernt.
Doch das Beste war der Tag, an dem wir Neekoo, unseren 2-jährigen Schäferhund-Husky Mischling bekommen haben. Ich bin von Tieren umgeben aufgewachsen, somit war dies das einzige, das ich in meiner kanadischen Familie vermisst habe. Doch nun mit Neekoo ist es einfach perfekt, wann immer ich will, kann ich ihn für ausgedehnte Spaziergänge mitnehmen, selbst wenn es dunkel ist oder wenn ich alleine bin. Nun sitze ich nicht mehr auf der Couch, sondern auch dem Teppich neben ihm und schreibe meine Berichte mit nur einer Hand, weil Neekoo die Aufmerksamkeit der Anderen fordert.

Am ersten Samstag bin ich mit 80 internationalen Schülern nach Sun Peaks gefahren. Jeder hat eine seinem Level entsprechende Unterrichtsstunde erhalten und danach sind wir alle zusammen Ski gefahren.
Zu diesem Zeitpunkt hatte ich wohl erst vier mal in meinem Leben auf Skiern gestanden, aber dank meiner Mum, die sich am vorherigen Wochenende viel Zeit für mich genommen hatte, konnte ich schon mit der Gruppe der Fortgeschrittenen fahren.
60 Schüler unserer Gruppe waren absolute Beginner, insbesondere die Brasilianer, für die bereits der Schnee etwas völlig Neues war. Sie waren überrascht wie kalt der Schnee doch ist und enttäuscht,  dass er auf ihren Zungenspitzen schmilzt. 
Bei sonnigem Wetter war es amüsant die Versuche der Beginner zu beobachten. Doch am Ende des Tages war jeder in der Lage auf Skiern zu stehen und alle hatten viel Spaß.  








Nach einem freien Montag, den ich natürlich Ski fahrend verbracht habe, ging es wieder in die Schule. Diese Schulwoche hielt einige Herausforderungen für mich bereit.
Gleich zu Beginn kam es zu einer großen Überraschung:

Am Anfang der „debate and speech class“ fragte mich meine Lehrerin, ob ich Lust auf ein echtes kanadisches Erlebnis hätte. Nach einem nur logischen „Ja!“, hatte ich mich dazu verpflichtet die Schuldurchsagen für eine Woche vorzutragen, was eine der Aufgaben unseres Kurses ist. Da saß ich nun vor dem Telefon, welches ich nur noch abheben musste und rund 2000 Schüler würden mich hören können. Ich tat es, las die Durchsagen vor und hatte Spaß. Es war so schön das Lob von all den Freunden zu hören.
Am nächsten Tag habe ich meine erste 8-minütige Rede für eine Debatte gehalten. Das Thema war: “Verbot von Handynutzung im Straßenverkehr“. Ich habe die zustimmende Seite vertreten und es lief richtig gut. Ich habe Lob für meinen natürlichen Redefluss und für gut beantwortete Fragen erhalten. Es ist so gut gelaufen, dass mir einer der Juroren den Sieg zugesprochen hat. Das wird mit Sicherheit nicht meine einzige Debatte bleiben. Die nächste Übung forderte unser Pantomimenspiel, damit wir lernen unsere Körpersprache besser einzusetzen.

Es hat Spaß gemacht, uns gegenseitig die Gesichter weiß und schwarz zu schminken, um die Bewegungen stärker herauszustellen. Nach herausragenden Pantomimen, sind wir mit unseren neu erworbenen Künsten durch die Klassen gezogen und haben uns über die überraschten und verwirrten Gesichter amüsiert.
An dem nächsten Wochende wurde ich von einem guten Freund nach Sun Peaks eingeladen. Seine derzeitige Gastfamilie besitzt dort eine Wohnung und in dem Mädelszimmer war noch ein Bett frei. Natürlich habe ich diese Einladung dankend angenommen, wer sagt schon „Nein“ zu einem Kurzurlaub? Nach einem langen Tag auf Skiern, haben wir den Abend im Whirlpool verbracht.
In dieser Nacht gab es ca. 40cm neuen Puderschnee. Damit waren die Verhältnisse am nächsten Tag einfach unbeschreiblich gut.
Und dann war sie schon da, die letzte Schulwoche für das Jahr 2012. Ich war so beschäftigt mit all meinen Aktivitäten, dass ich kaum am Unterricht teilgenommen habe.
Angefangen am Dienstag Morgen:

Vor der Schule war die Generalprobe für das Chorkonzert geplant, doch wir waren zu beschäftigt mit der Uniform-Anprobe. Deshalb haben wir die Generalprobe in einen Schulblock verschoben. Vorher sind ein paar Schüler meiner Kunstklasse und ich zum Geschenke einpacken in die Grundschule unserer Drittklässler gegangen, das letzte Treffen unseres „Buddy-Projects“. Es war toll meine kleine Freundin und all die anderen Kinder wieder zu sehen und mit ihnen die wunderschön gewordenen Häuschen zu betrachten, auch wenn der Abschied ein bisschen schwer gefallen ist.
Nach ein bisschen Unterricht folgte die schon erwähnte Gerneralprobe. Das Konzert war letztendlich bombastisch und auch die Lehrer haben einige Lieder zum Besten gegeben. Dies hat uns Schüler natürlich auf die Tanzfläche gezogen.

Am nächsten Tag habe ich für 3 Stunden geholfen die „Candy Grams“ zu sortieren. Über die letzten Wochen hatten wir mit der Linkcrew diese „Candy Grams“ verkauft. Das bedeutet, dass der kaufende Schüler eine Kurznachricht, wie zum Beispiel „Danke für deine Freundschaft“ oder „Ich liebe dich“, schreibt und wir diese Nachrichten am Donnerstag vor den Ferien an den Empfänger verteilen. Dies nahm einige Vorbereitung in Anspruch, denn die Nachrichten mussten nach Raumnummern sortiert werden, welche im Schulcomputer nachzuschlagen waren.

Am Donnerstag haben wir Post gespielt und die „Candy Grams“ an die glücklichen Empfänger verteilt. Natürlich waren wir als Santa verkleidet und in bester Weihnachtsstimmung.
Nach der Schule bin ich mit dem Chor, Weihnachtslieder singend, durch die Nachbarschaft gezogen. Am Ende haben wir uns bei Tee und Plätzchen wieder aufgewärmt.

Am Abend fand die „international stundent party“ mit DJ und guter Stimmung in einer Turnhalle statt. Es hat unglaublich viel Spaß gemacht mit all den Internationalen zu singen und zu tanzen. Wir haben 3 Stunden einfach getanzt und gefeiert. Die Stimmung war bombastisch und beim Tanzen sind die verschiedenen Sprachen, die wir sprechen, nebensächlich. Zum ersten Mal waren wir kunterbunt durchgemischt.
Am Freitag fand eine Schulweihnachtsfeier im Theater statt. Die Sketche waren lustig und haben Weihnachtstraditionen auf die Schippe genommen. Ausgeschmückt mit wunderschöner Musik von Chor und Orchester war es eine gelungene Feier.

Da ich dem Jazz Chor der Nachbarschule beigetreten bin, habe ich auch an anderen Weihnachtsfeiern teilgenommen, die unser Chor mit Weihnachtsliedern untermalt hat.

Ein weiteres Mal wurde ich für drei Tage nach Sun Peaks eingeladen. Wir haben die ersten Abfahrten früh am Morgen, auf dem noch unberührten Schnee, genossen. Nach langen und voll ausgeschöpften Skitagen musste ich nicht noch nach Hause fahren, denn ich konnte direkt im Skigebiet übernachten. Ganz bewusst habe ich all meine Schularbeiten und Elektronik zu Hause gelassen, um mal wieder voll und ganz zu entspannen.

Heilig Abend bin ich mit meiner Mum, als Santa und Elf verkleidet, durch die Stadt gezogen. Wir haben befreundete Familien mit kleinen Kindern und einige Senioren besucht, um ihnen kleine Aufmerksamkeiten und deutsche Plätzchen zu schenken.


Diesen Winter habe ich ausgesprochen viel gebacken. Ich traf mich mit Freunden und wir haben, Weihnachtslieder singend, deutsche und brasilianische Leckereien den Kanadiern nahe gebracht. Natürlich haben unsere Mums uns auch kanadische Rezepte beigebracht, die wir mit nach Hause bringen werden.
Weihnachten war einfach nur schön. Geplant war ein köstliches Frühstück, gefolgt von den Geschenken und danach, für die Zeit die der Truthan im Ofen verbringt, Ski zu fahren. Bei der Rückkehr würde uns dann ein köstliches Weihnachtsessen erwarten. Aber meine Brüder waren zu ungeduldig, also mussten die Geschenke zuerst geöffnet werden.


Ich habe nichts erwartet, doch ich bekam 2 wunderschöne Paar Handschuhe, von denen man sagt, dass jeder Kanadier diese besitzen muss.
Außerdem ist ein großes Paket von meiner deutschen Familie gekommen und alle haben sich riesig über die Süßigkeiten und Plätzchen gefreut. Ganz besonders meine Mum liebt die selbstgestrickten Socken meiner Oma.

Nun ist der Monat und damit auch das Jahr 2012 zu Ende. Ich hatte eine fantastische Zeit und habe so viel wunderbares gelernt. Ich kann 2013 kaum erwarten, denn ich werde weitere sechs Monate hier in Kanada verbringen, auf verschiedene Roadtrips gehen und viel erleben. Ihr werdet von all meinen Erlebnissen hören.

Dienstag, 14. August 2012

Auslandsjahr: Was mache ich eigentlich danach?


Liz absolviert momentan ein dreimonatiges Praktikum bei DFSR in Heppenheim. Da sie weiß, dass es nicht ganz einfach ist, sich für einen Weg nach der Schule zu entscheiden, hat sie hier für euch die wichtigsten Punkte ihres Studienfachs zusammengefasst.

Viele von Euch stehen zurzeit unmittelbar vor dem Abflug in Euer Gastland und einige sind vielleicht sogar schon angekommen, in der neuen Heimat für die nächsten 5 oder auch 10 Monate. Vielleicht habt ihr Euch schon einmal gefragt, inwiefern Euch das Abenteuer Ausland beeinflussen wird – nicht nur während Eures Aufenthalts, sondern auch darüber hinaus. Ich jedenfalls habe mir diese Frage gestellt, als ich 2006 ein High School Jahr in den USA verbracht habe und als ich vor einer Weile zufällig in meinem Auslandstagebuch von damals geblättert habe, sprang mir diese Frage wieder ins Gesicht und mittlerweile habe ich auch eine Antwort darauf gefunden. 

Ich studiere seit fast 3 Jahren American Studies an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz und hätte ich nicht 10 Monate in Indiana verbracht, tolle Menschen kennen gelernt und  mich für die nordamerikanische Kultur begeistert, wäre vermutlich etwas ganz anderes aus mir geworden bzw. bis jetzt ist ja immer noch nichts aus mir geworden, aber das dürfte sich ein einem halben Jahr geändert haben. Ich kann jetzt natürlich nur aus meiner Perspektive als Austauschschülerin in den Vereinigten Staaten berichten, aber im Großen und Ganzen treffen meine Erfahrungen auf jeden zu, der einen längeren Zeitraum im Ausland verbracht hat und eine Begeisterung für eine fremde Kultur entwickelt hat.

Wehende Flaggen rund um das Washington Monument in DC

Wenn ihr in einem Jahr von eurem Austausch zurück nach Deutschland kommt, müsst ihr euch schon relativ bald Gedanken darüber machen, was ihr nach dem Abitur machen wollt, in Zeiten von G8 kommt das ja sogar noch schneller auf Euch zu. Vielleicht wart Ihr aber auch schon vor längerer Zeit im Ausland und steht jetzt schon vor der Frage, was Ihr studieren wollt oder welche Ausbildung euch zusagt. Das hier soll Euch einfach einen kleinen Einblick in das Studium verschiedener Kulturwissenschaften geben und den Horizont eurer Zukunftsüberlegungen ein bisschen erweitern. Alleine wäre ich nämlich vermutlich auch nicht auf die Idee gekommen, mir American Studies mal etwas genauer anzuschauen - diesen Denkanstoß habe ich meiner Mutter zu verdanken. Wenn ihr jetzt nicht in den USA wart, nur keine Sorge, kulturwissenschaftliche Studiengänge gibt es – je nach Uni - zu fast jedem Landstrich der Welt: American Studies, British Studies, Slavistik, Northern European Studies, Asienwissenschaften, Lateinamerikastudien… etc. pp. Die Liste ist unerschöpflich und es braucht nur ein bisschen Recherchewillen, um sich einen Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten zu verschaffen.

Im Großen und Ganzen ist mein Studiengang in vier Kategorien unterteilt: Literatur, Kultur und Geschichte, Sprachtheorie/Linguistics und Sprachpraxis und dieser grobe Aufbau ist auch fast überall gleich, allerdings werden je nach Universität verschiedene Schwerpunkte gelegt, so hat die Uni Mainz zum Beispiel einen Faible für Linguistics während die FU Berlin ihren Fokus vornehmlich auf den Kulturteil legt. Das gleiche gilt übrigens auch für die meisten entsprechenden Lehramtsstudiengänge. Auch hier empfiehlt es sich wieder, ein bisschen Recherchearbeit zu leisten, um zu schauen, an welcher Universität der Studiengang Euren Interessen am nächsten kommt. Ich zum Beispiel bin eigentlich weder ein Fan von Linguistics noch von Literatur und bin trotzdem in Mainz gelandet. Wenn man nämlich nicht weiß, dass man sich über den Studienaufbau informieren sollte, bevor man sich bei einer Uni einschreibt, kann es passieren, dass man sich ein bisschen durch das Studium quälen muss. Sich im Vorfeld zu informieren, ist also mit unter das Wichtigste bei der Wahl der Studienplatzes.
Die Johannes Gutenberg-Universität


Ich habe American Studies gewählt, weil ich etwas mit Englisch machen, aber nicht auf Lehramt studieren wollte. Allerdings kenne ich ebenso viele Studenten, die sich auch auf Grund eines Auslandsjahres, für ein Lehramtsstudium in der entsprechenden Sprache entschieden haben, denn das verspricht zumindest ein klares Berufsbild. Mit American Studies – wie das generell mit Geisteswissenschaften so ist – kann man alles oder nichts werden. Meine Standardantwort auf die meist sehr skeptische Frage „Und was macht man später mal DAMIT?“ ist „Taxifahrer“. Aber Spaß beiseite. Man ist nun mal nicht festgelegt, was man mit einem abgeschlossen kulturwissenschaftlichen Studium später anfängt, man hat also viele Freiheiten auf dem Arbeitsmarkt. Generell kann man aber sagen, dass ein solches Studium für Berufe in den Bereichen Tourismus, Internationale Beziehungen, Journalismus, Medien, Erwachsenenbildung und Verlagswesen qualifiziert. Je nach Wahl des Nebenfaches können auch noch mehr Bereiche hinzukommen. Wer also von einer fremden Kultur begeistert und daran interessiert ist, mehr darüber zu lernen und keine Angst davor hat, etwas ohne festes Berufsbild zu studieren, dem kann ich eine Kulturwissenschaft wärmstens empfehlen.

Ich hoffe, dass dieses kleine „How-To-Find-A-Profession-Manual“ dem ein oder anderen ein bisschen bei der Zukunftsplanung weiter geholfen hat und falls ihr sowieso schon wisst, dass ihr Arzt, Biotechniker oder Star-Anwalt werden wollt, dann werdet ihr Eurem Austauschjahr auf jeden Fall – neben der wunderbaren Erfahrungen natürlich – ein immer wiederkehrendes Fernweh verdanken.

The Supreme Court - Der Oberste Gerichtshof - in Washington DC

Dienstag, 7. August 2012

5 Tipps für euren Auslandsaufenthalt


Seid ihr gerade mitten in den Vorbereitungen für euren Auslandsaufenthalt oder seid vielleicht sogar schon in das große Abenteuer Schüleraustausch gestartet? Gerade am Anfang ist die Aufregung unendlich groß und man vergisst vor lauter Packen, Abschiedspartys und Jetlag die kleinen Details, die einem dann nach Ankunft im Gastland schnell ungewünschte Probleme bereiten können.

Wir vom DFSR Team kennen durch unsere Reisen bereits einiger dieser Zwischenfälle und wollen euch nun ein paar Tipps geben, wie ihr gut vorbereitet ins Ausland starten könnt. Hier die ersten 5 Ratschläge für eure Checkliste:

Informiere deine Bank über deinen Auslandsaufenthalt

Wahrscheinlich werdet ihr mit einer Kreditkarte im Gepäck ins Ausland reisen. Damit diese auch im Ausland funktioniert ist es hilfreich, deine Bank über deine Reise zu informieren um sicherzustellen, dass du damit im Ausland auch ohne hohe Gebühren Geld abheben kannst. Auch ist es immer sehr hilfreich, eine Notfallnummer der Bank zu haben, um diese bei Diebstahl oder anderen dringenden Fällen direkt kontaktieren zu können.

Gib deiner Familie und deinen Freunden deine E-Mail Adresse

E-Mails sind bei internationalen Reisen immer die Beste Möglichkeit mit jemandem in Kontakt zu treten. Durch die Zeitverschiebung ist es sehr schwierig Skype- oder Telefongespräche zu vereinbaren. E-Mails können individuell beantwortet werden und sind auch viel günstiger als SMS Nachrichten.

Kopiere alle wichtigen Dokumente

Mache Kopien von all deinen wichtigen Dokumenten, wie dein Reisepass, deine Kreditkarten, deine Visa-Unterlagen, Geburtsurkunde und alle weiteren wichtigen Dokumente für deine Reise. Gib deinen Eltern jeweils eine Kopie und behalte ebenfalls eine Kopie von jedem Dokument in deinem Gepäck. Solltest du einmal ein Dokument verlieren, hast du immer Zugriff auf eine Kopie.

Kaufe ein kleines Geschenk für deine Gastfamilie

Es ist immer eine nette Geste, der Gastfamilie ein kleines Geschenk mitzubringen. Besonders schön ist es, etwas Spezielles aus deiner Heimat mitzubringen, wie zum Beispiel ein Bildband, eine Tasse oder ein Wahrzeichen deiner Stadt oder Region.

Und zu guter Letzt: Sei aufeschlossen!

Neben all den Organisatorischen Dingen solltet ihr das nicht das Wichtigste vergessen: Seid aufgeschlossen gegenüber all den neuen Eindrücken und Erfahrungen. Natürlich wird vor allem am Anfang vieles neu und ungewohnt sein, wie das Essen, die Schule und die Sprache. Doch ihr dürft niemals vergessen, dass genau das der Grund ist, warum ihr an einem Schüleraustausch teilnehmen möchtet und genau das wird es auch sein, was euren Auslandsaufenthalt zu einer der besten Erfahrungen in eurem Leben machen wird.

Ihr habt weitere gute Vorbereitungstipps? Wir freuen uns über Kommentare hier in unserem Blog oder auf unserer Facebook Seite

Donnerstag, 26. Juli 2012

Flugbegleitung Neuseeland

Flug zum anderen Ende der Welt - Annes Flugbegleitung nach Neuseeland 08.07.-10.07.2012


Es ist Sonntag, der 08.07.2012, 18h. Ich bin auf dem Weg zum Frankfurter Flughafen, um dort  11 Schüler zu treffen, die ich auf ihrem Flug nach Neuseeland begleiten werde. Ich selbst erinnere mich noch gut an den Tag des Abflugs, als ich selbst vor 8 Jahren als Austauschschülerin ins Ausland ging: Ich war nervös und gespannt darauf, was mich erwartet. Ist meine Gastfamilie so, wie ich sie mir vorgestellt habe? Werde ich schnell Freunde finden? Werden mich die anderen in der fremden Sprache überhaupt verstehen? Werde ich sie verstehen?
Gespannt darauf meine Mitreisenden kennen zu lernen gehe ich zum vereinbarten Treffpunkt, direkt vor den Check-In Schaltern zur Gepäckaufgabe. Nach und Nach treffen die Schüler mit ihren Familien ein, glücklicherweise haben alle an ihr DFSR T-Shirt gedacht, sodass man leicht erkennt, wer zu unserer Gruppe gehört. Nachdem noch einmal die Gepäckbestimmungen diskutiert und die letzen überschüssigen Kilos ins Handgepäck verlagert worden sind, geht es auch schon auf zur Sicherheitskontrolle, vor der sich die Schüler von ihren Familien trennen müssen. Der Abschied fällt natürlich allen schwer und es fließt die eine oder andere Träne. Eine letze Umarmung, ein letzter Kuss, dann bleibt keine Zeit mehr und ich gehe mit den Schülern gemeinsam durch die Sicherheitskontrolle.
Gleich geht's los...kurz vor dem Abflug am Flughafen in Frankfurt
Pünktlich um 22h hebt der riesige Flieger Richtung Singapur ab um uns, so scheint es, ans andere Ende der Welt zu befördern. Der Flug verläuft ruhig und wir werden reichlich mit Essen und Trinken versorgt. Schon bald haben die meisten ihren Abschiedsschmerz überwunden und die Vorfreude steigt. Auch wenn wir über Nacht fliegen, ist bei vielen an Schlafen nicht zu denken, zu groß ist die Aufregung. Nach 12 Stunden Flug landen wir in Singapur, wo wir in einen anderen Flieger umsteigen müssen. Bevor es weitergeht haben wir die Möglichkeit, uns in einem der vielen Einkaufszentren, den Restaurants oder sogar im Schwimmbad die Wartezeit zu vertreiben. Die Zeit geht schnell vorbei und aufgrund der Zeitverschiebung hebt auch der zweite Flieger wieder am Abend ab.
Nach weiteren 10 Stunden Flug ist es endlich geschafft, wir sind in Auckland, Neuseeland! 4 Schüler werden vor Ort schon abgeholt oder reisen mit dem Bus weiter, den Anderen steht noch ein Inlandsflug bevor. Nun heißt es Beeilung, da die Zollkontrollen lange dauern und das Gepäck neu aufgegeben werden muss. Anschließend fahren wir mit dem Bus zum Terminal für Inlandsflüge. Von dort aus geht es für jeden in eine andere Richtung. Von den neu gemachten Bekanntschaften muss nun wieder Abschied genommen werden. Ich zeige den Schülern noch ihren Weg zum Gate, doch von dort aus müssen sie allein weiter. Jedem bleibt nun noch etwas Zeit für sich allein, bevor der große Moment da ist: Die erste Begegnung mit der Gastfamilie. Für mich ist in Auckland die Reise zu Ende. Etwas neidisch blicke ich den Schülern hinterher, wie sie einer nach dem anderen zu ihren Gates gehen.  Ich bin mir sicher, dass Jeder von ihnen ein tolles Jahr haben und unvergessliche Momente erleben wird.

Anne Henkemeier, High School Betreuerin bei DFSR

Mittwoch, 11. Juli 2012

Gastfamilien gesucht!

Die Welt zu Gast in Deutschland

Wir suchen noch Gastfamilien für 6 Austauschschüler aus Japan, Kanada, USA, Brasilien, Kolumbien und Ecuador, die ab September 2012 ein Schuljahr in Deutschland verbringen.

Werden Sie Gastfamile! Alle Infos auch unter www.dfsr.de der schreiben Sie uns eine Mail an b.schneider@dfsr.de.

Austauschschüler vor dem DFSR Gebäude in Heppenheim




Lesen Sie hier den Bericht einer deutschen Gastfamilie, die eine brasilianische Gastschülerin bei sich aufnahm:

Ein Gastkind aus Brasilien

Als für unsere Tochter Ann-Christine feststand, dass sie mit DFSR für 1 Jahr als Austauschschülerin in die USA gehen wird, entschieden wir uns, während dieser Zeit auch eine Austauschschülerin aufzunehmen. Unsere Familie besteht aus meinem Mann und mir und unseren sechs Kindern. Bis auf Ann-Christine sind alle unsere Kinder schon erwachsen, studieren an unterschiedlichen Orten und sind aus diesem Grund teilweise nur an den Wochenenden im Haus. Ann-Christine war natürlich einverstanden, dass ihr Zimmer während ihres USA-Aufenthaltes für ein Gastkind hergerichtet wurde.

Nachdem wir von DFSR einige Bewerbungen von Gastschülern erhalten hatten, entschieden wir uns ziemlich schnell und einstimmig für Clara, eine 16jährige Schülerin aus Brasilien. Ich hielt regelmäßigen e-Mail Kontakt mit ihr, so dass Clara unsere Familie und unsere Gewohnheiten schon sehr gut kannte, als wir sie schließlich Ende März in Heppenheim in die Arme schließen konnten. Jetzt sind schon vier Monate vergangen, wir haben sehr viel zusammen unternommen, sehr gut unterstützt durch unsere erwachsenen Kinder, und so konnte Clara in kurzer Zeit viele große deutsche Städte, Museen und Weihnachtsmärkte besuchen. Das größte Erlebnis war für sie zweifelsfrei unser deutsches Weihnachtsfest, das wir mit allen unseren Kindern und deren Freunden und sogar mit unserer Tochter aus den USA, die per Skype zugeschaltet war, gemeinsam feiern.

Ich muss sagen, Clara in unsere Familie aufgenommen zu haben, war eine sehr gute Entscheidung und wir haben sehr viel voneinander gelernt und auch viel zusammen gelacht. Bald nun beginnt hier wieder die Schule und die letzten 6 Monate werden leider wie im Fluge vergehen. Wir würden jederzeit wieder das großartige "Abenteuer" Gastfamilie eingehen.