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Donnerstag, 2. Mai 2013

High School Jahr Neuseeland

Goodbye Neuseeland – I will miss you!

Neues von unserer Austauschschülerin Melina

 

Wer sagt, dass die Kindheit die schönste Zeit des Lebens ist, war noch nie Austauschschüler.“

Bald ist es soweit. Das bisher größte Abenteuer meines Lebens geht zu Ende. In den letzten fünf Monaten, von den zehn Monaten, die ich hier bin, habe ich viel erlebt und viele neue tolle Erfahrungen gemacht.



Meine Sommerferien hier in Neuseeland waren einfach fantastisch. Am Anfang der Sommerferien ging es für mich zu einer Freundin in die größte Stadt Neuseelands: Auckland. Ich bin geritten, surfen gegangen und habe mir Auckland aus dem Skytower von oben angeschaut. Weihnachten rückte immer näher und zum ersten Mal habe ich meine Familie vermisst. Es ist einfach ein komisches Gefühl Weihnachten im Sommer zu feiern. Weihnachten habe ich dann im Pool gebadet, weil es über 30 Grad warm war. Am morgen hatte ich mit meiner Familie Bescherung und am Abend ein großes Abendessen mit allen Nachbarn. Nach Weihnachten habe ich dann eine große Südinseltour gemacht. Mit anderen internationalen Schülern ging es für zwei Wochen auf die landschaftlich schönere Insel Neuseelands. Wir haben viele tolle Sachen erlebt. Ich bin zum Beispiel mit Delfinen geschwommen, habe Bungee Jumping gemacht oder bin reiten in Queenstown gegangen. Außerdem waren wir noch in Nelson, Kaikoura (bei den Walen), Franz Josef (Gletscher) und an dem Fjord Milford Sound. Die Reise war einfach toll und ich kann nur jedem empfehlen, so eine Südinselreise mit anderen Austauschschülern zu machen.


Nachdem ich von der Reise wiedergekommen bin, ging auch die Schule schon wieder los. Das neue Schuljahr fing sehr gut an. Da ich jetzt in der 13. Klasse bin und somit in der Abschlussklasse, habe ich viele Privilegien. Wir dürfen zum Beispiel das Schulgelände während der Mittagspause verlassen und haben unseren eigenen Raum zum Lernen. Nach ein paar Wochen gab es an meiner Schule einen Leichtathletik- und Schwimmtag an dem man sich für die Regionalmeisterschaften qualifizieren. Im Speerwerfen, schwimmen und im vier Kilometerlauf habe ich die Qualifikation geschafft. Es ist einfach was besonderes, wie die Schule an solchen Tagen einfach zusammenhält.


Im März hatte ich schon wieder eine große Reise vor mir. Meine Mama kam nach Neuseeland, um mich zu besuchen. Bevor wir uns in Queenstown wiedergetroffen haben, war ich sehr nervös, wie es wohl werden wird, sie wieder zu sehen. Ich hatte Angst, dass es so viel anders wird als zuvor. Aber es war so wie immer. Am zweiten Tag unsere Reise, ging es für mich wieder zu den Fjorden und dem berühmten Milford Sound. Dieser Tagestrip war bisher mein Highlight meines ganzen Neuseelandaufenthalts. Wir hatten Wetter, wie auf den Postkarten und in dem wunderschönen Fjord haben wir einen kleinen Babydelfin mit seiner Mutter gesehen, viele andere Delfine und Seelöwen. Außerdem waren meine Mutter und ich noch in Kaikoura, Franz Josef, Nelson und in Rotorua (bei den großen Geysiren und den Thermal Wonderlands). Zwei weitere Highlights, die wir hatten waren der der Tongaririo Crossing und die Coromandel Coast. Das wandern auf einem Vulkan ist einfach etwas besonderes und auch Coromandel war ein Highlight, da dort ein Teil von die Chroniken von Narnia gedereht wurde. Bald besuche ich auch noch eine Freudin in Christchurch und Taupo.


Ich habe in Neuseeland so viel gesehen und die besten Erfahrungen gemacht. Ein Austausch ist kein Jahr in deinem Leben. Es ist ein Leben in einem Jahr. Dieses Land ist einfach unglaublich schön und ich werde es vermissen. Ich habe so viele unglaublich nette Leute kennengelernt und meine Gastfamilie ist wie eine zweite Familie für mich geworden. Dieses Jahr wird eines der besten Jahre sein, die ich in meinem Leben jemals haben werde. Da bin ich mir ganz sicher. Natürlich freue ich mich auf meine Familie zu Hause, aber ich werde dieses Land und alle Leute hier einfach nur vermissen. Danke an DFSR für dieses fantastische Jahr am anderen ende der Welt. Es war unglaublich. Meinen letzten Monat werde ich genießen.



Montag, 3. Dezember 2012

Mein Auslandsjahr im Land der langen weißen Wolke


Melina besucht gerade für ein Schuljahr das Kuranui College in Neuseeland. Durch das DFSR Schulwahlprogramm konnte sie selbst bestimmen, wo sie leben und zur Schule gehen möchte. Auf unserem DFSR Blog berichtet sie über ihre ersten Monate am anderen Ende der Welt.


Kia ora tatou!
Ich habe jetzt schon fast die Hälfte meiner Zeit hier geschafft und das macht mich sehr traurig. Das Jahr ist fast um. Weihnachten rückt immer näher. Und die Vorstellung, dass man Weihnachten am Strand feiern könnte, ist irgendwie verrückt.

Die Schule ist inzwischen zum Alltag geworden. Man hängt meistens mit den gleichen Leuten in den Pausen herum und auch im Unterricht komme ich jetzt besser mit, da mein Englisch echt gut geworden ist.
Vor einigen Monaten hatten wir den großen Ball an unserer Schule. Alle waren sehr aufgeregt und es war das Gesprächsthema Nummer eins. Wie hatten einen wunderschönen Abend mit all unseren Freunden, gutem Essen und natürlich mit dem Tanzen.
Melina mit ihren Freunden beim Schulball

Natürlich ist Schule auch manchmal langweilig. Aber ich glaube, dass ist überall so.
Vor zwei Monaten hatten wir zwei Wochen Ferien hier in Neuseeland, in denen ich mit dem Geschichtskurs meiner Schule eine Rundreise auf der Nordinsel gemacht habe. Wir starteten in Taupo, wo wir die berühmten Huka Falls angeguckt haben. Dann ging es weiter nach Rotorua, wo wir uns Geysire angeschaut haben und in Hot Pools gebadet haben.

Am nächsten Tag sind wir dann nach Auckland aufgebrochen. Wir waren auf dem Skytower, obwohl wir kaum etwas sehen konnten, da so schlechtes Wetter war. Danach ging es dann nach Paihia, in den Bay of Islands (wunderschöne grüne Inseln umgeben von Meer, wie in der Karibik), wo wir die nächsten vier Tage verbracht haben. Von dort aus sind wir dann zum Beispiel zum Cape Reinga, Ninety Mile Beach, Kerikeri oder zum Kauri Forest gefahren. Auf einem Boot haben wir auch über 30 Delfine gesehen und Sandboarding (mit Boogie Boards Sanddünen herunterfahren) haben wir auch gemacht.


Als die Examen begannen, hat auch unser International Students Programm angefangen. Vier Wochen lang haben wir uns nun statt normalen Unterricht  mit vielen verschiedene Aktivitäten oder mit neuseeländischer Kultur beschäftigt. Wir waren zum Beispiel Surfen, haben Naturparks besucht, sind Segeln gegangen oder Trampen. Wie haben gelernt, wie man seinen eigenen Mihi (Begrüßung der Maori) aufsagt oder einen Hangi (ein Maori Gericht, dass man im Boden auf heißen Steinen kocht) macht.

In einer Woche fangen die offiziellen Ferien an, in denen ich eine Tour auf der Südinsel machen werde, eine Freundin in Christchurch und in Auckland besuchen werde.

An meine Familie in Deutschland muss ich manchmal denken, aber Heimweh habe ich gar nicht. Meine Gastfamilie hier in Neuseeland ist einfach klasse. Ich fühle mich hier einfach total wohl. Ich bin sehr froh hier zu sein und total fasziniert von dem Land der weißen Wolke.

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Freitag, 14. September 2012

Leben im Land der Kiwis



Die ersten Eindrücke unserer DFSR Schülerin Melina Volker in Carterton, Neuseeland

Da der Bremer Flughafen am 6. August wegen Umbauarbeiten gesperrt war, ging mein Flug nach Frankfurt nicht von meiner Heimatstadt aus, sondern von Hamburg. Als ich mich morgens noch schnell von meinen besten Freunden verabschiedet hatte, ging es mit meinen Eltern und meinem Bruder mit dem Zug in Richtung Hamburger Flughafen. Mir wurde klar, dass es jetzt wirklich ernst werden würde und ich meine Familie und meine Freunde nun für fast ein ganzes Jahr nicht sehen würde. Als ich meine Koffer aufgegeben hatte und meine Eltern noch ein letztes Mal umarmt hatte, begann für mich das bis jetzt größte Abenteuer meines Lebens. Den ganzen Flug von Hamburg bis Frankfurt habe ich geweint, aber zum Glück sind noch andere DFSR Austauschschüler mit mir geflogen, die mich aufgefangen haben.
Als wir drei, die von Hamburg geflogen sind, in Frankfurt gelandet waren, trafen wir auch die Anderen. Zu siebt ging es dann 12 Stunden nach Singapur. Die Flüge waren toll, da man immer bedient wurde und sich wegen der ganze Filme, Videos und der ganzen Musik nicht langweilte. In Singapur hatten wir 5 Stunden Aufenthalt, in denen wir uns den großen Flughafen angeschaut haben.

Als wir nach weiteren 9 Stunden in Auckland gelandet waren, war ich überhaupt gar nicht mehr traurig. Ich war nur noch aufgeregt und wollte meine Familie endlich kennenlernen, zu der ich vorher leider kaum Kontakt hatte. Im Inlandsflughafen von Auckland trennten sich dann unsere Wege. Vier von uns flogen nach Palmerston North und wir drei nach Wellington. Nach einer weiteren Stunde Flug hatten Gianna, Jeremie und ich endlich unseren Zielflughafen erreicht. Die gesamte Reise bis nach Neuseeland hat insgesamt zwei Tage gedauert. Dann ging es noch eine Stunde mit dem Van nach Carterton, meiner Heimatstadt für die nächsten 9 Monate.

Mit meiner Gastfamilie habe ich mich von Anfang an total gut verstanden. Meine Familie hat zwei total niedliche Hunde. In Deutschland hat meine Familie keine Tiere, so ist es eine neue Erfahrung für mich. Nach 5 Tagen in denen ich mich ausgeruht habe und mein kleines 2000 Einwohner Dorf näher kennengelernt hatte, ging es dann auch das erste Mal zur Schule. Ich gehe aufs Kuranui College, welches 15 Minuten mit dem Schulbus entfernt von Carterton ist. Meine ersten Schultage waren wirklich gut. Die Schüler waren alle echt nett zu mir und auch der Unterricht ist ganz anders als in Deutschland. Jeden Tag habe ich nur 5 Stunden. Neben Tanzen und Photographie, konnte ich auch zwischen Design und Astronomie wählen. Nach zwei Wochen Schule ging es dann mit meinem Sportkurs auf eine Skifreizeit nach Whakapapa , einem Skigebiet im Zentrum der Nordinsel. Ich muss sagen, dass ich noch nie so toll Ski gefahren bin. Die Landschaft ist wunderschön. Erst am letzten Tag habe ich erfahren, dass ich auf einem Vulkan Ski gefahren bin. Mit dem Astronomieklub meiner Schule habe ich auch schon das Meer besucht und auch in Wellington war ich schon einige Male.

Melina beim Skifahren in Whakapapa mit ihren Mitschülern


Das Skigebiet Whakapapa - Ein Vulkan als Piste


Den ersten Monat habe ich überstanden und ich muss sagen, dass es mir wirklich gut geht und ich mich pudelwohl in meiner Familie fühle.

Donnerstag, 26. Juli 2012

Flugbegleitung Neuseeland

Flug zum anderen Ende der Welt - Annes Flugbegleitung nach Neuseeland 08.07.-10.07.2012


Es ist Sonntag, der 08.07.2012, 18h. Ich bin auf dem Weg zum Frankfurter Flughafen, um dort  11 Schüler zu treffen, die ich auf ihrem Flug nach Neuseeland begleiten werde. Ich selbst erinnere mich noch gut an den Tag des Abflugs, als ich selbst vor 8 Jahren als Austauschschülerin ins Ausland ging: Ich war nervös und gespannt darauf, was mich erwartet. Ist meine Gastfamilie so, wie ich sie mir vorgestellt habe? Werde ich schnell Freunde finden? Werden mich die anderen in der fremden Sprache überhaupt verstehen? Werde ich sie verstehen?
Gespannt darauf meine Mitreisenden kennen zu lernen gehe ich zum vereinbarten Treffpunkt, direkt vor den Check-In Schaltern zur Gepäckaufgabe. Nach und Nach treffen die Schüler mit ihren Familien ein, glücklicherweise haben alle an ihr DFSR T-Shirt gedacht, sodass man leicht erkennt, wer zu unserer Gruppe gehört. Nachdem noch einmal die Gepäckbestimmungen diskutiert und die letzen überschüssigen Kilos ins Handgepäck verlagert worden sind, geht es auch schon auf zur Sicherheitskontrolle, vor der sich die Schüler von ihren Familien trennen müssen. Der Abschied fällt natürlich allen schwer und es fließt die eine oder andere Träne. Eine letze Umarmung, ein letzter Kuss, dann bleibt keine Zeit mehr und ich gehe mit den Schülern gemeinsam durch die Sicherheitskontrolle.
Gleich geht's los...kurz vor dem Abflug am Flughafen in Frankfurt
Pünktlich um 22h hebt der riesige Flieger Richtung Singapur ab um uns, so scheint es, ans andere Ende der Welt zu befördern. Der Flug verläuft ruhig und wir werden reichlich mit Essen und Trinken versorgt. Schon bald haben die meisten ihren Abschiedsschmerz überwunden und die Vorfreude steigt. Auch wenn wir über Nacht fliegen, ist bei vielen an Schlafen nicht zu denken, zu groß ist die Aufregung. Nach 12 Stunden Flug landen wir in Singapur, wo wir in einen anderen Flieger umsteigen müssen. Bevor es weitergeht haben wir die Möglichkeit, uns in einem der vielen Einkaufszentren, den Restaurants oder sogar im Schwimmbad die Wartezeit zu vertreiben. Die Zeit geht schnell vorbei und aufgrund der Zeitverschiebung hebt auch der zweite Flieger wieder am Abend ab.
Nach weiteren 10 Stunden Flug ist es endlich geschafft, wir sind in Auckland, Neuseeland! 4 Schüler werden vor Ort schon abgeholt oder reisen mit dem Bus weiter, den Anderen steht noch ein Inlandsflug bevor. Nun heißt es Beeilung, da die Zollkontrollen lange dauern und das Gepäck neu aufgegeben werden muss. Anschließend fahren wir mit dem Bus zum Terminal für Inlandsflüge. Von dort aus geht es für jeden in eine andere Richtung. Von den neu gemachten Bekanntschaften muss nun wieder Abschied genommen werden. Ich zeige den Schülern noch ihren Weg zum Gate, doch von dort aus müssen sie allein weiter. Jedem bleibt nun noch etwas Zeit für sich allein, bevor der große Moment da ist: Die erste Begegnung mit der Gastfamilie. Für mich ist in Auckland die Reise zu Ende. Etwas neidisch blicke ich den Schülern hinterher, wie sie einer nach dem anderen zu ihren Gates gehen.  Ich bin mir sicher, dass Jeder von ihnen ein tolles Jahr haben und unvergessliche Momente erleben wird.

Anne Henkemeier, High School Betreuerin bei DFSR