Dienstag, 26. März 2013

Studieren in den USA - Mein Auslandssemester an der University of North Carolina at Greensboro



Ab sofort bietet euch DFSR die Möglichkeit an einer amerikanischen Universität oder an einem College zu studieren. Ob als Gap Year nach dem Abitur, als Auslandsjahr während des Studiums oder als komplettes Bachelor Studium - mit unserem Uni/College Programm erfüllen wir dir den Traum vom Studienaufenthalt in den USA. Durch ein garantiertes Stipendium trägst du nur einen geringer Anteil der Kosten selbst. Alle Infos gibt es auf unserer DFSR Homepage.

Unser Marketing Praktikant Julien verbrachte während seines Studiums ein Auslandssemester an einer amerikanischen Universität. Auf unserem Blog teilt er mit euch seine Erfahrungen und erzählt vom Leben auf dem Campus.

Wie die meisten Studenten heutzutage, entschied ich mich im Laufe meines Studiums dafür, ein Auslandssemester in den USA zu verbringen, um mein Englisch zu verbessern und die amerikanische Kultur hautnah zu erleben. Es verschlug mich schließlich in die mittelgroße Stadt Greensboro, welche sich im Bundesstaat North Carolina befindet. Wie ein Großteil der Austauschstudenten, wohnte ich für die Zeit meines Auslansdaufenthalts in der Phillips- Hawkins-Residence Hall, was auch wohl die beste Entscheidung war, da man dort sehr leicht Kontakte zu anderen Austauschstudenten und natürlich auch zu Amerikanern knüpfen konnte. Wir waren in etwa 120 Austauschstudenten und ungefähr genau so viele Amerikaner, was mir dabei half die unterschiedlichsten Kulturen kennenzulernen. Wie auf jedem amerikanischen Campus muss man sich auch in diesem Wohnheim ein Zimmer teilen.Grundsätzlich teilen sich Studenten, die nicht die gleiche Nationalität haben, ein Zimmer, um den kulturellen Austausch zu fördern. Ich hatte das Glück, mein Zimmer mit einem Amerikaner teilen zu dürfen, was mir sehr dabei half mein Englisch zu verbessern, da wir uns ausschließlich auf Englisch unterhielten und ich ihn jederzeit nach fehlenden Vokabeln fragen konnte. Generell war das Zusammenleben in einem Zimmer angenehmer als anfangs gedacht, da ich zumindest fast nur zum Schlafen in meinem Zimmer war und durch Absprache mit meinem “Roommate” jederzeit meine Ruhe haben konnte. Das Zimmer selbst war relativ spärlich eingerichtet. Das Bett, der Schreibtisch und der Kleiderschrank erfüllten aber ihren Zweck. Es war zwar nicht das schönste Zimmer, aber zum Schlafen und Ausruhen hat es allemal gereicht.  Das Wohnheimleben spielt sich meist sowieso in den Gängen der verschiedenen Stockwerke oder in der Lobby ab. Auf jedem Stockwerk befinden sich mehrere Toiletten und Gemeinschaftsduschen, die voneinander abgetrennt sind. Zu Beginn dachte ich, dass es morgens im Bad aufgrund der vielen Studenten stressig werden könnte, was sich aber glücklicherweise nicht bewahrheitet hat. Jederzeit hatte ich die Möglichkeit zu duschen oder die Toilette zu benutzen, ohne anstehen zu müssen. Dies war mir besonders wichtig.

An der UNCG ist es verpflichtend, eine universitäre Krankenversicherung abzuschließen, welche $400 pro Semester beträgt. Jedoch deckt diese nicht alle Kosten ab. Vor Antritt eines Auslandssemester würde ich mich auf jeden Fall mit meiner Krankenkasse in Verbindung setzen, um jegliche Versicherungsoptionen für einen längeren Auslandsaufenthalt zu besprechen und eine Auslandskrankenversicherung abzuschließen. Ich glaube nicht, dass irgendwer $500-$1000 für einen Krankenhausaufenthalt zahlen möchte. Solche Kosten sind in den USA leider normal.
Schließlich sollte man sich auch vor Beginn des Auslandssemesters über Bank –und Kreditkartenoptionen informieren. Ich, als Kunde der Deutschen Bank, konnte zum Beispiel kostenfrei bei der Bank of America Geld abheben. Ein Geldautomat dieser Bank befindet sich auch direkt auf dem Campus. Vor Reiseantritt habe ich mir noch zusätzlich eine Kreditkarte der Deutschen Bank ausstellen lassen. Dies kann ich auch nur empfehlen, da Kreditkarten zu den gängigsten Zahlungsmitteln der USA gehören.


Alltag und Freizeit:

Der Alltag an der UNCG war immer sehr angenehm und stressfrei, da sich alles direkt auf dem Campus befand. Der längste Weg, den ich vom Wohnheim zu einem Unterrichtsgebäude laufen musste, betrug maximal 10 Minuten. Somit geriet ich fast nie in Zeitnot und schaffte es immer pünktlich zu meinen Kursen. Auf den ersten Blick wirkte der Campus riesig auf mich, weil er wie eine kleine Stadt mit eigenen kleinen Läden aufgebaut war. Nach ein paar Wochen kam mir der Campus aber nicht mehr so groß vor, weil ich mich ziemlich schnell an dessen Größe gewöhnt hatte und schließlich wusste, wo sich alles befand.
Das Alltagsleben im Wohnheim war auch einzigartig, weil einem aufgrund des stetigen Kontakts zu anderen Austauschstudenten nie langweilig wurde und ich somit immer Beschäftigung fand. Dadurch kam Heimweh nach Deutschland eher selten auf. Das amerikanische Studentenleben selbst weicht sehr stark vom deutschen ab, da man sich fast rund um die Uhr auf dem Campus befindet und dadurch das Studentendasein erst richtig lebt.

Freizeittechnisch bietet die UNCG ziemlich viel! Zu Beginn des Semesters ist es zum Beispiel möglich Campus Sportvereinen oder Verbindungen beizutreten, wenn man sich für sowas interessiert. Ich für meinen Teil war ziemlich oft im Campus Fitnessstudio, was auch nichts kostet und durch Studiengebühren finanziert ist. Es besteht aus einem Fitnessraum mit ziemlich guten Geräten, einer großen Basketballhalle mit mehreren Feldern, einem Lauftrack, mehreren Kardiogeräten, Racquetballfeldern, Tennisfeldern, einer Schwimmhalle, einer Kletterwand und einer Sauna. Des Weiteren bietet das Fitnessstudio, auch “Rec-center“ genannt, eine große Auswahl an Sportkursen, die man besuchen kann. Dem fit werden steht also nichts im Wege! Ansonsten besteht auch die Möglichkeit,  in die nahe gelegene “ Four Seasons“ Mall oder ins “Friendly Center“ zu gehen, welche beide größere Einkaufszentren sind und mit dem Unibus erreichbar sind. Der Bus fährt leider nur jede Stunde, aber dies ist auch üblich für die USA. Man sollte also rechtzeitig an der Bushaltestelle sein, falls man noch etwas anderes vorhat und pünktlich wieder auf dem Campus sein will.

Kurswahl:

Generell gibt es in den USA unterschiedliche Kursniveaus. Die leichtesten Veranstaltungen sind die 100er Kurse, welche meist im ersten Studienjahr besucht werden. Die schwersten hingegen sind die 400er Kurse. Diese werden im vierten und somit letzten Studienjahr belegt. Ich selbst habe insgesamt vier Kurse auf 200er und 300er Niveau belegt und kam sehr gut mit dem Lernstoff zurecht.  An amerikanischen Universitäten gilt, dass Studenten jedes Semester mindestens zwölf ECTS erlangen müssen. Dies entspricht in etwa einem Leistungsaufwand von vier Kursen. Für das erfolgreiche Bestehen eines Kurses erhalten Studenten meist drei ECTS.

Da ich Kultur und Wirtschaft: Anglistik studiert habe, bot es sich an, Veranstaltungen der Kulturwissenschaften im Auslandssemester zu besuchen. Ich entschied mich für “Race, Class, Gender: Social Inequalities“, welcher äußerst interessant war, da ich einiges über das soziale Ungleichgewicht der amerikanischen Gesellschaft lernen konnte. Der Kurs selbst bestand aus einem Midterm und einem Final Exam, für die ich beide jeweils zwei Tage gelernt habe und dennoch ganz gut abgeschnitten habe. Für das Bestehen des Kurses waren außerdem noch ein zehnseitiges Paper und regelmäßige Online Beiträge im Unilernportal erforderlich. Der Kurs fand dreimal pro Woche für jeweils 50 Minuten statt. Des Weiteren habe ich den Kurs “Latin America: Colonial Period“ besucht, für dessen Bestehen zwei kürzere Papers, ein Mapquiz, ein Midterm und ein Final Exam vorausgesetzt wurden. Diesen Kurs fand ich auch höchst interessant, da dieses Thema während meiner Schulzeit nicht wirklich behandelt wurde. Durch den Kurs habe ich viel über die Geschichte Südamerikas gelernt, was meinen persönlichen Horizont erweitert hat. Die Atmosphäre im Kurs war immer sehr entspannt und locker. Er fand zweimal die Woche für jeweils 1 ¼ Stunden statt. Den letzten Kulturkurs, den ich besucht habe, war “Criminology“, für dessen Bestehen drei Exams, ein kleineres Quiz und zwei kürzere Papers vorausgesetzt wurden. Dies war mit unter der zeitaufwändigste Kurs, da man sehr viel lesen musste und der Kurs auf den verschiedensten kriminologischen Theorien aufgebaut war. Nichtsdestotrotz war er, meiner Meinung nach, der
interessanteste von allen, da man sehr viel über die amerikanische Gesellschaft und die Darstellung
von Kriminalität in den US Medien lernen konnte. Auch dieser Kurs fand zweimal pro Woche
für jeweils 1 ¼ Stunden statt. Neben den drei Kulturkursen habe ich noch “Ethical Issues in Business“ besucht, welcher auch dreimal die Woche zu jeweils 50 Minuten stattfand. Die Anwesenheit war aber nicht verpflichtend, da sich die Note ausschließlich aus Online Quizes und wöchentlichen Online Hausaufgaben zusammensetzte. Dennoch sollte der Kurs nicht unterschätzt werden, da die Online Quizes und Hausaufgaben sehr viel Zeit in Anspruch nehmen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Niveau der US Kurse deutlich niedriger als das
der Kurse in Deutschland war. Jedoch musste ich viel mehr lesen und auch Hausaufgaben machen, was das Ganze zeitaufwändiger als in Deutschland machte. Auch die Tatsache, dass ein Kurs mehrmals die Woche stattfand, war für mich neu und undgewohnt, da alle Texte und Hausaufgaben viel früher und schneller als in der Heimat bearbeitet werden mussten.

Fazit:

Das Auslandssemester in Greensboro war auf jeden Fall das beste Semester, das ich bisher erleben durfte. Ich habe so viele unterschiedliche und neue Erfahrungen machen können, die mich letztendlich auch geprägt haben. Ein Auslandssemester in den USA kann ich nur jedem ans Herz legen und wärmstens empfehlen. Ich habe sehr viele und vor allem sehr gute Freunde aus aller Welt gewonnen und hoffe diese Freundschaften auch noch weiterhin aufrecht erhalten zu können. Gegen Ende des Semesters waren wir eine wirklich sehr große Gruppe die sich richtig gut verstanden hat. Somit war auch der Abschied zu Semesterende für die meisten dementsprechend schwer und emotional. 


Julien Frank
Praktikant Marketing/ Sales


Willst auch du ein Studienjahr in den USA verbringen? Mit unserem DFSR Stipendienprogramm hast du die Möglichkeit, das Leben an einer amerikanischen Universität hautnah mitzuerleben. Weitere Infos findest du hier.

Die University of North Carolina

Eines der Unterrichtsgebäude

UNCG Emblem
Philipp-Hawkins-Residence Hall

UNCG Tennisplätze

Campus

Statue auf dem Campus

UNCG Rec-Center

Orientation Week

Foust-Building/International Office

UNCG Fußballspiel

USA und North Carolina Flagge

Elliott University Center

Weiteres Unterrichtsgebäude

Basketball

Campus Bus

Dienstag, 5. Februar 2013

DFSR- Austauschschüler nehmen an Stopover-Programm in Singapur teil



Im Januar 2013 nahmen 12 unserer DFSR-Austauschschüler am Stopover-Programm in Singapur teil, wo sie von unserem Partner Xu Bo Singapore herzlich begrüßt und betreut wurden. Das Programm ist für unsere Schüler, die ein ganzes Austauschjahr in Australien oder Neuseeland verbringen werden, konzipiert. Im Rahmen des Stopover-Programmes hatten unsere Austauschschüler somit die Gelegenheit, Singapur vier Tage lang hautnah zu erleben.
Unsere Schüler wurden in einem Hotel in der Nähe des Strandes untergebracht. In den Morgenstunden stand meist Jogging, Schwimmen und Spazieren gehen auf dem Programm. Am ersten Tag wurde unseren Schülern die Gelegenheit gegeben, die Innenstadt Singapurs zu erforschen, wodurch sie die einzigartige Kultur des Landes kennenlernen durften. Diese ist stark von chinesischen, indischen aber auch malaysischen Einflüssen geprägt. Während des viertägigen Aufenthaltes konnten unsere Schüler auch einiges über die Geschichte und das Alltagsleben Singapurs lernen, was ihnen vor allem durch den kulturellen Austausch mit Einheimischen näher gebracht wurde. Eine der interessantesten Veranstaltungen war sicherlich der Freiwilligendienst, weil unsere Austauschschüler an einer Präsentation zum Thema “Wildtierschutz“ teilnahmen, welche aufgrund der gezeigten Bilder großen Einfluss auf die Schüler hatte. Ursprünglich war für den Nachmittag der Besuch einer Elefantenshow in Singapurs Zoo und einer Delphinshow in Sentosa geplant. Jedoch sträubte sich ein Großteil der Schüler dagegen, da ihnen durch die Präsentation bewusst wurde, wie Wildtierhaltung heutzutage vollzogen wird. Sowohl DFSR als auch Xu Bo Singapore spendeten jeweils 500 Singapur Dollar für die Veranstaltung, um diese Arbeit auch weiterhin zu unterstützen. Als Dankeschön für die Teilnahme an dieser Veranstaltung wurde jedem Austauschschüler ein T-Shirt geschenkt.
Den letzten Tag verbrachten die Schüler damit, den Strand und die Sonne zu genießen. Während des gesamten Programms hatten unsere Schüler die Möglichkeit, verschiedene singapurianische Gerichte wie zum Beispiel Satay, Hai Nan Chicken Wing, Meeresfrüchte, Steamboat (Feuertopf) und Pizza zu probieren. Diese Erfahrung machte unseren Schülern deutlich, dass sich die singapurianische Küche durch die ethnische Vielfalt der unterschiedlichen Kulturen Singapurs auszeichnet.
Die Schüler berichteten, dass ihnen dieses Programm sehr gut gefallen hat, da sie sich dadurch für die bevorstehende, zehnstündige Reise nach Neuseeland oder Australien gut erholen konnten. Außerdem half dieser Aufenthalt den Schülern dabei, sich an die Hitze zu gewöhnen und einiges über Singapur selbst zu lernen.


Das Stadtzentrum Singapurs
                                                         




Die Unterkunft unserer DFSR Schüler
                                                




Chinesischer Tempel in Singapur
                                                         




Schüler folgen einer Präsentation zum Thema "Wildtierschutz"
                                                       




Am Zoo in Singapur
                                                                   



                                                 

Moschee in Singapur
                                                             




Frau Scupin bekommt ein Henna Tatoo
                                                       



Blick auf das Stadtzentrum
                                                               





Gruppenfoto am Changi Flughafen
                                                          





China Town
                                                                      





Henna hautnah






Gruppenfoto Marina Bay Sands
                                                       












Freitag, 4. Januar 2013

Weihnachtszeit in Kanada - Neues von unserer Stipendiatin Carla





Die Weihnachtszeit in Kanada zu erleben war anders, interessant und einfach schön. Im vergangenen Monat habe ich vieles erreicht und vorallem das Skifahren richtig gelernt.
Doch das Beste war der Tag, an dem wir Neekoo, unseren 2-jährigen Schäferhund-Husky Mischling bekommen haben. Ich bin von Tieren umgeben aufgewachsen, somit war dies das einzige, das ich in meiner kanadischen Familie vermisst habe. Doch nun mit Neekoo ist es einfach perfekt, wann immer ich will, kann ich ihn für ausgedehnte Spaziergänge mitnehmen, selbst wenn es dunkel ist oder wenn ich alleine bin. Nun sitze ich nicht mehr auf der Couch, sondern auch dem Teppich neben ihm und schreibe meine Berichte mit nur einer Hand, weil Neekoo die Aufmerksamkeit der Anderen fordert.

Am ersten Samstag bin ich mit 80 internationalen Schülern nach Sun Peaks gefahren. Jeder hat eine seinem Level entsprechende Unterrichtsstunde erhalten und danach sind wir alle zusammen Ski gefahren.
Zu diesem Zeitpunkt hatte ich wohl erst vier mal in meinem Leben auf Skiern gestanden, aber dank meiner Mum, die sich am vorherigen Wochenende viel Zeit für mich genommen hatte, konnte ich schon mit der Gruppe der Fortgeschrittenen fahren.
60 Schüler unserer Gruppe waren absolute Beginner, insbesondere die Brasilianer, für die bereits der Schnee etwas völlig Neues war. Sie waren überrascht wie kalt der Schnee doch ist und enttäuscht,  dass er auf ihren Zungenspitzen schmilzt. 
Bei sonnigem Wetter war es amüsant die Versuche der Beginner zu beobachten. Doch am Ende des Tages war jeder in der Lage auf Skiern zu stehen und alle hatten viel Spaß.  








Nach einem freien Montag, den ich natürlich Ski fahrend verbracht habe, ging es wieder in die Schule. Diese Schulwoche hielt einige Herausforderungen für mich bereit.
Gleich zu Beginn kam es zu einer großen Überraschung:

Am Anfang der „debate and speech class“ fragte mich meine Lehrerin, ob ich Lust auf ein echtes kanadisches Erlebnis hätte. Nach einem nur logischen „Ja!“, hatte ich mich dazu verpflichtet die Schuldurchsagen für eine Woche vorzutragen, was eine der Aufgaben unseres Kurses ist. Da saß ich nun vor dem Telefon, welches ich nur noch abheben musste und rund 2000 Schüler würden mich hören können. Ich tat es, las die Durchsagen vor und hatte Spaß. Es war so schön das Lob von all den Freunden zu hören.
Am nächsten Tag habe ich meine erste 8-minütige Rede für eine Debatte gehalten. Das Thema war: “Verbot von Handynutzung im Straßenverkehr“. Ich habe die zustimmende Seite vertreten und es lief richtig gut. Ich habe Lob für meinen natürlichen Redefluss und für gut beantwortete Fragen erhalten. Es ist so gut gelaufen, dass mir einer der Juroren den Sieg zugesprochen hat. Das wird mit Sicherheit nicht meine einzige Debatte bleiben. Die nächste Übung forderte unser Pantomimenspiel, damit wir lernen unsere Körpersprache besser einzusetzen.

Es hat Spaß gemacht, uns gegenseitig die Gesichter weiß und schwarz zu schminken, um die Bewegungen stärker herauszustellen. Nach herausragenden Pantomimen, sind wir mit unseren neu erworbenen Künsten durch die Klassen gezogen und haben uns über die überraschten und verwirrten Gesichter amüsiert.
An dem nächsten Wochende wurde ich von einem guten Freund nach Sun Peaks eingeladen. Seine derzeitige Gastfamilie besitzt dort eine Wohnung und in dem Mädelszimmer war noch ein Bett frei. Natürlich habe ich diese Einladung dankend angenommen, wer sagt schon „Nein“ zu einem Kurzurlaub? Nach einem langen Tag auf Skiern, haben wir den Abend im Whirlpool verbracht.
In dieser Nacht gab es ca. 40cm neuen Puderschnee. Damit waren die Verhältnisse am nächsten Tag einfach unbeschreiblich gut.
Und dann war sie schon da, die letzte Schulwoche für das Jahr 2012. Ich war so beschäftigt mit all meinen Aktivitäten, dass ich kaum am Unterricht teilgenommen habe.
Angefangen am Dienstag Morgen:

Vor der Schule war die Generalprobe für das Chorkonzert geplant, doch wir waren zu beschäftigt mit der Uniform-Anprobe. Deshalb haben wir die Generalprobe in einen Schulblock verschoben. Vorher sind ein paar Schüler meiner Kunstklasse und ich zum Geschenke einpacken in die Grundschule unserer Drittklässler gegangen, das letzte Treffen unseres „Buddy-Projects“. Es war toll meine kleine Freundin und all die anderen Kinder wieder zu sehen und mit ihnen die wunderschön gewordenen Häuschen zu betrachten, auch wenn der Abschied ein bisschen schwer gefallen ist.
Nach ein bisschen Unterricht folgte die schon erwähnte Gerneralprobe. Das Konzert war letztendlich bombastisch und auch die Lehrer haben einige Lieder zum Besten gegeben. Dies hat uns Schüler natürlich auf die Tanzfläche gezogen.

Am nächsten Tag habe ich für 3 Stunden geholfen die „Candy Grams“ zu sortieren. Über die letzten Wochen hatten wir mit der Linkcrew diese „Candy Grams“ verkauft. Das bedeutet, dass der kaufende Schüler eine Kurznachricht, wie zum Beispiel „Danke für deine Freundschaft“ oder „Ich liebe dich“, schreibt und wir diese Nachrichten am Donnerstag vor den Ferien an den Empfänger verteilen. Dies nahm einige Vorbereitung in Anspruch, denn die Nachrichten mussten nach Raumnummern sortiert werden, welche im Schulcomputer nachzuschlagen waren.

Am Donnerstag haben wir Post gespielt und die „Candy Grams“ an die glücklichen Empfänger verteilt. Natürlich waren wir als Santa verkleidet und in bester Weihnachtsstimmung.
Nach der Schule bin ich mit dem Chor, Weihnachtslieder singend, durch die Nachbarschaft gezogen. Am Ende haben wir uns bei Tee und Plätzchen wieder aufgewärmt.

Am Abend fand die „international stundent party“ mit DJ und guter Stimmung in einer Turnhalle statt. Es hat unglaublich viel Spaß gemacht mit all den Internationalen zu singen und zu tanzen. Wir haben 3 Stunden einfach getanzt und gefeiert. Die Stimmung war bombastisch und beim Tanzen sind die verschiedenen Sprachen, die wir sprechen, nebensächlich. Zum ersten Mal waren wir kunterbunt durchgemischt.
Am Freitag fand eine Schulweihnachtsfeier im Theater statt. Die Sketche waren lustig und haben Weihnachtstraditionen auf die Schippe genommen. Ausgeschmückt mit wunderschöner Musik von Chor und Orchester war es eine gelungene Feier.

Da ich dem Jazz Chor der Nachbarschule beigetreten bin, habe ich auch an anderen Weihnachtsfeiern teilgenommen, die unser Chor mit Weihnachtsliedern untermalt hat.

Ein weiteres Mal wurde ich für drei Tage nach Sun Peaks eingeladen. Wir haben die ersten Abfahrten früh am Morgen, auf dem noch unberührten Schnee, genossen. Nach langen und voll ausgeschöpften Skitagen musste ich nicht noch nach Hause fahren, denn ich konnte direkt im Skigebiet übernachten. Ganz bewusst habe ich all meine Schularbeiten und Elektronik zu Hause gelassen, um mal wieder voll und ganz zu entspannen.

Heilig Abend bin ich mit meiner Mum, als Santa und Elf verkleidet, durch die Stadt gezogen. Wir haben befreundete Familien mit kleinen Kindern und einige Senioren besucht, um ihnen kleine Aufmerksamkeiten und deutsche Plätzchen zu schenken.


Diesen Winter habe ich ausgesprochen viel gebacken. Ich traf mich mit Freunden und wir haben, Weihnachtslieder singend, deutsche und brasilianische Leckereien den Kanadiern nahe gebracht. Natürlich haben unsere Mums uns auch kanadische Rezepte beigebracht, die wir mit nach Hause bringen werden.
Weihnachten war einfach nur schön. Geplant war ein köstliches Frühstück, gefolgt von den Geschenken und danach, für die Zeit die der Truthan im Ofen verbringt, Ski zu fahren. Bei der Rückkehr würde uns dann ein köstliches Weihnachtsessen erwarten. Aber meine Brüder waren zu ungeduldig, also mussten die Geschenke zuerst geöffnet werden.


Ich habe nichts erwartet, doch ich bekam 2 wunderschöne Paar Handschuhe, von denen man sagt, dass jeder Kanadier diese besitzen muss.
Außerdem ist ein großes Paket von meiner deutschen Familie gekommen und alle haben sich riesig über die Süßigkeiten und Plätzchen gefreut. Ganz besonders meine Mum liebt die selbstgestrickten Socken meiner Oma.

Nun ist der Monat und damit auch das Jahr 2012 zu Ende. Ich hatte eine fantastische Zeit und habe so viel wunderbares gelernt. Ich kann 2013 kaum erwarten, denn ich werde weitere sechs Monate hier in Kanada verbringen, auf verschiedene Roadtrips gehen und viel erleben. Ihr werdet von all meinen Erlebnissen hören.

Montag, 3. Dezember 2012

Mein Auslandsjahr im Land der langen weißen Wolke


Melina besucht gerade für ein Schuljahr das Kuranui College in Neuseeland. Durch das DFSR Schulwahlprogramm konnte sie selbst bestimmen, wo sie leben und zur Schule gehen möchte. Auf unserem DFSR Blog berichtet sie über ihre ersten Monate am anderen Ende der Welt.


Kia ora tatou!
Ich habe jetzt schon fast die Hälfte meiner Zeit hier geschafft und das macht mich sehr traurig. Das Jahr ist fast um. Weihnachten rückt immer näher. Und die Vorstellung, dass man Weihnachten am Strand feiern könnte, ist irgendwie verrückt.

Die Schule ist inzwischen zum Alltag geworden. Man hängt meistens mit den gleichen Leuten in den Pausen herum und auch im Unterricht komme ich jetzt besser mit, da mein Englisch echt gut geworden ist.
Vor einigen Monaten hatten wir den großen Ball an unserer Schule. Alle waren sehr aufgeregt und es war das Gesprächsthema Nummer eins. Wie hatten einen wunderschönen Abend mit all unseren Freunden, gutem Essen und natürlich mit dem Tanzen.
Melina mit ihren Freunden beim Schulball

Natürlich ist Schule auch manchmal langweilig. Aber ich glaube, dass ist überall so.
Vor zwei Monaten hatten wir zwei Wochen Ferien hier in Neuseeland, in denen ich mit dem Geschichtskurs meiner Schule eine Rundreise auf der Nordinsel gemacht habe. Wir starteten in Taupo, wo wir die berühmten Huka Falls angeguckt haben. Dann ging es weiter nach Rotorua, wo wir uns Geysire angeschaut haben und in Hot Pools gebadet haben.

Am nächsten Tag sind wir dann nach Auckland aufgebrochen. Wir waren auf dem Skytower, obwohl wir kaum etwas sehen konnten, da so schlechtes Wetter war. Danach ging es dann nach Paihia, in den Bay of Islands (wunderschöne grüne Inseln umgeben von Meer, wie in der Karibik), wo wir die nächsten vier Tage verbracht haben. Von dort aus sind wir dann zum Beispiel zum Cape Reinga, Ninety Mile Beach, Kerikeri oder zum Kauri Forest gefahren. Auf einem Boot haben wir auch über 30 Delfine gesehen und Sandboarding (mit Boogie Boards Sanddünen herunterfahren) haben wir auch gemacht.


Als die Examen begannen, hat auch unser International Students Programm angefangen. Vier Wochen lang haben wir uns nun statt normalen Unterricht  mit vielen verschiedene Aktivitäten oder mit neuseeländischer Kultur beschäftigt. Wir waren zum Beispiel Surfen, haben Naturparks besucht, sind Segeln gegangen oder Trampen. Wie haben gelernt, wie man seinen eigenen Mihi (Begrüßung der Maori) aufsagt oder einen Hangi (ein Maori Gericht, dass man im Boden auf heißen Steinen kocht) macht.

In einer Woche fangen die offiziellen Ferien an, in denen ich eine Tour auf der Südinsel machen werde, eine Freundin in Christchurch und in Auckland besuchen werde.

An meine Familie in Deutschland muss ich manchmal denken, aber Heimweh habe ich gar nicht. Meine Gastfamilie hier in Neuseeland ist einfach klasse. Ich fühle mich hier einfach total wohl. Ich bin sehr froh hier zu sein und total fasziniert von dem Land der weißen Wolke.

 Willst auch du das Abenteuer Ozeanien wagen und ein High School Jahr in Neuseeland verbingen? Dann hol dir jetzt alle Infos hier